F### the NSA – Die Cloud im eigenen Webspace

Die absolute Sicherheit gibt es im Internet nicht. Aber wenn man ein bisschen Zeit und Grips investiert, lässt sich zumindest was fürs gute Gefühl tun. Die Dropbox zum Beispiel ist eine dieser ungemein praktischen Internet-Erfindungen (und ich nenne sie hier nur stellvertretend für verschiedene Anbieter von Speicherlösungen im Netz; andere sind u.a. OneDrive von Microsoft, iCloud von Apple, Google Drive oder der WEB.DE Online-Speicher etc.). Eine Festplatte im Netz. Von überall erreichbar (Internet-Zugang vorausgesetzt). Einfach einzurichten. Und wenn man das entsprechende Helfer-Programm auf seinem Rechner installiert, werden die Daten in der Cloud automatisch mit der lokalen Festplatte synchronisiert. Kostet nichts, es sei denn, man will mehr Speicher als im Kostenlos-Paket enthalten. Wunderbar. Aber … weiß ich, wer außer mir sonst noch so Zugang zu diesen Daten hat? Nein. Und deshalb würde ich in der Cloud auch niemals wirklich sensible Daten ablegen.

Jetzt habe ich mir mal den Spaß gemacht, eine Cloud-Lösung auszuprobieren, die man in seinem eigenen Webspace oder auf dem eigenen Server installieren kann.

OwnCloud ist ein Open Source-Projekt, von dem es inzwischen auch einen kommerziellen „Ableger“ gibt. Bei meinem Provider (All-Inkl) kann man sich die kostenlose Cloud-Software bequem über  die Webspace-Verwaltung installieren. Es gibt aber auch einen PHP-Installer, der mir sehr simpel zu bedienen scheint. Ich habe ihn allerdings nicht getestet. Einfach mal ausprobieren und gern Kommentare zu euren Erfahrungen hier posten.

OwnCloud ist plattformunabhängig. Es gibt eine Web-Oberfläche aber auch Clients für Mac und Windows, oder man bindet die Online-Festplatte einfach über WEBDAV ein. Ich habe den Client für OSX ausprobiert und bin wirklich sehr angetan: Vom Funktionsumfang und der Einfachheit des Handlings erinnert mich das sehr an meine gern benutzte Dropbox. Nur dass ich jetzt erheblich mehr Speicherplatz zur Verfügung habe. Auch die Web-Oberfläche macht einen guten Eindruck. Sehr aufgeräumt und funktional.

Das Web Interface der ownCloud macht einen sehr aufgeräumten Eindruck.
Das Web Interface der ownCloud macht einen sehr aufgeräumten Eindruck.

In der ownCloud lässt sich auch ein Online-Kalender ablegen und ähnlich dem Google-Kalender über CalDAV auf dem heimischen PC oder dem Smartphone einbinden. Auch Kontakte können hier gespeichert werden. Es gibt sogar eine simple Versionsverwaltung für Textdateien – ganz praktisch, wenn man an einem umfangreicheren Dokument arbeitet, sich vergaloppiert und später zu einer früheren Version des Elaborats zurückkehren will. Und schließlich kann man den eigenen Wolken-Speicher auch noch über diverse Apps modular erweitern. In einer ownCloud-Instanz lassen sich mehrere User anlegen und diese wiederum können Ordner und Dateien für andere Nutzer freigeben. Insgesamt also eine sehr schicke Sache.

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